Archiv für Juni 2009

Der Williams & Co. Verlag

Sonntag, 28. Juni 2009

1996 erschien erstmals eine Verlagsgeschichte mit Bibliographie in der Zeitschrift “Marginalien” (Heft 142).

Ende 1997 fand in der Stadtbücherei Wilmersdorf eine Ausstellung über den Verlag statt. Dazu erschien eine erweiterte Verlagsgeschichte mit Bibliographie als Broschüre. Sie ist schon seit langer Zeit vergriffen und soll demnächst erheblich erweitert neu erscheinen.

Hier geht’s zur Geschichte des Verlages (ohne die Abbildungen).

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Der Arzt, der kein Mörder war

Sonntag, 28. Juni 2009

Im Jahr 2000 erschien in Konstanz unter dem Titel “Die Blechschachtel” ein Sammelband mit Erzählungen. Die Titelgeschichte schilderte – angeblich authentisch – die Vorgänge in einer Hornberger Arztpraxis. Es soll sich bei den alten Filmen in einer vergrabenen Schachtel um Fotos von medizinischen Versuchen in Konzentrationslagern gehandelt haben.
In dem Aufsatz “Der Arzt, der kein Mörder war” wird 2006 (86. Jahresband von “Die Ortenau”) anhand von Archivalien nachgewiesen, dass es diese Versuche gar nicht gab und der beschuldigte ehemalige SS-Arzt in Wirklichkeit ein Beschützer der Häftlinge war.

Download hier

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Das Ende der “Weltbühne” – Das letzte Heft im März 1933

Sonntag, 28. Juni 2009

Der Nachdruck der Weltbühne-Jahrgänge endete mit dem letzten 1933 erschienenen Heft, es war die Nummer 10.
Heft 11 war zwar noch gedruckt worden, musste jedoch in der Druckerei vernichtet werden. Aus den Druckfahnen, die im Nachlass des damaligen Redakteurs liegen, wurde das Heft rekonstruiert und erschien zunächst ohne Einleitung mit den anfangs leeren Seiten des vorhandenen Exemplars.

In einer zweiten Auflage erschien es dann 2003 mit einem Vorwort in Hannover im Verlag Ossietzky. In der Vorlage waren die Seiten 377 bis 380 leer, weil der Leitartikel immer unmittelbar vor dem Druck eingefügt wurde.

Download des Vorworts hier

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Goethe und Hansjakob in Dachau

Sonntag, 28. Juni 2009

Zu den stärksten Häftlingsgruppen im KZ Dachau zählten die Geistlichen. Nico Rost beschreibt in seinem frühen Erinnerungsband “Goethe in Dachau” die Kommunikation der Häftlinge und ihre Themen. Eines dieser Themen war das Werk des Schwarzwälder Heimatschriftstellers Heinrich Hansjakob. Besonders prädestiniert, dies vorzustellen, war ein Wissenschaftler aus Freiburg, der bereits durch einschlägige Veröffentlichungen hervorgetreten war.

Im Heinrich-Hansjakob-Brief 103 wurde im Jahr 2000 der Hintergrund dieser Vorgänge beschrieben.

Download hier

Ein früher SS-Mann in der Ortenau

Sonntag, 28. Juni 2009

Ein junger Offenburger machte sich 1933 älter, um vorzeitig der SS beitreten zu dürfen. Er war danach als Wachmann in Berliner Konzentrationslagern tätig. Durch einen der Gefangenen im “KZ Columbia” wurde er in seiner Berufswahl irritiert und sein weiterer Lebensweg erheblich beeinflusst. Er versuchte nämlich im April 1935, in Uniform mit Gefangenen aus dem KZ zu fliehen, was ihm auch gelang. Doch danach wurde er vom Leben im Exil so zermürbt, dass er sich 1936 freiwillig den deutschen Behörden stellte. Die Folge war ein Verfahren vor dem Volksgerichtshof, das mit einer Zuchthausstrafe endete und anschließender Internierung in einem Konzentrationslager. Er meldete sich dann freiwillig zum Aufbau des neuen KZ in Natzweiler/Elsaß. Dort wurde er 1944 entlassen und arbeitete nun bei der Organisation Todt in ganz Europa.
Gleich nach dem Krieg wurde er durch eine Denunziation erneut inhaftiert, dieses Mal von den Russen. Im Sommer 1945 hatte ihn ein mörderischer Kapo aus Natzweiler als “Helfer der SS im KZ Natzweiler” angezeigt. Dabei war das der Denunziant selbst:  Heinrich Lange genannt Bollmann war ein berüchtigter Handlanger der SS im KZ gewesen (bei Eugen Kogon als “Küchenkapo Pollmann” erwähnt), dafür wurde er in den 50er Jahren in Metz – in Abwesenheit -  zum Tode verurteilt.

Download hier.

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Die Liebe siegt in Offenburg

Sonntag, 28. Juni 2009

An einem Einzelschicksal aus dem mittleren Schwarzwald wird der Irrsinn der Rassenpolitik des “Dritten Reiches” gezeigt. Es traf ausgerechnet den angeblichen Gründer der Offenburger SS, der nicht frei seine Ehegattin wählen durfte.

Der Aufsatz erschien 2003 im Jahrbuch des Historischen Vereins Mittelbaden in Offenburg, Seite 83-86.

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Das SS-Führungshauptamt in der Kaiserallee 188

Sonntag, 28. Juni 2009

Eines der am wenigsten bekannten Leitungsgremien der SS, das SS-Führungshauptamt, befand sich in Wilmersdorf an der heutigen Bundesallee. In dem Aufsatz, der 2003 im Sammelband “Wilmersdorf ansichten” veröffentlicht wurde, wird anhand von Akten aus dem Militärhistorischen Archiv in Prag die Entstehungsgeschichte und die Tätigkeit dieser für den Völkermord so bedeutenden wie unbekannten Behörde vorgestellt.

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Das Foto auf dem Einband zeigt nicht das FHA, sondern das alte Rathaus von Wilmersdorf an der Berliner/Brandenburgischen Straße.

Download der Seiten aus dem Sammelband hier.

Was nach Kriegsende dort im einzelnen geschah, ist der Übersicht aus alten Zeitungen zu entnehmen.

Die deutschen Kriegsbestände in Prag sind aus der anliegenden Liste ersichtlich.

Technische Nothilfe, Luftschutz und Zwangsarbeiter

Sonntag, 28. Juni 2009

Der Vorläufer unseres heutigen Technischen Hilfswerks wurde 1919 vom selben Mann gegründet. Die “Technische Nothilfe” war zunächst vor allem antirevolutionär geplant und erst in zweiter Linie kamen Einsätze zur Katastrophenhilfe hinzu. Ab 1933 waren es vor allem diese Einsätze (z.B. bei Hochwasser), die später im Krieg in Folge der Bombardierungen – bei gleichzeitiger Abordnung der TN-Mitarbeiter an die Front – Personalprobleme aufwarfen.

Gelöst wurde das Problem durch die Rekrutierung von jungen Tschechen, die als Zwangsarbeiter in Berlin kaserniert waren. Dargestellt wird nach einem kurzen Überblick über die Geschichte der TeNo das Schicksal einzelner Tschechen, sie werden aus ihren Erinnerungen zitiert.

Der Text erschien in einem Sammelband “Zwangsarbeit in Berlin 1938-1945″, der 2003 vom Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen herausgegeben wurde.

Ein außergewöhnlicher Erfinder in Kriegs- und Friedenszeiten

Sonntag, 28. Juni 2009

Der Pfälzer Regisseur Harry Hasso lebte schon einige Jahre in Schweden, als er 1944 nach Deutschland zurückkehren musste. Er begab sich zum Wohnort seiner Eltern in Haslach/Kinzigtal und entfaltete seinen regen Erfindungsgeist. Zunächst wollte er dem Deutschen Reich die Wunderwaffe liefern, später die Landwirtschaft mit einer Rotorsense revolutionieren und danach einen Antrieb ohne Energieprobleme erschaffen.

Der Aufsatz erschien 2001 im Jahrbuch des Historischen Vereins Mittelbaden in Offenburg (Seite 545-598).

Hier geht’s zur wundersamen Geschichte des Erfinders.

Hier sind Übersichten der frühen Filme um 1930 und bis 1958.

 

Zur Kulturgeschichte des Spitzels

Sonntag, 28. Juni 2009

Anhand von Beispielen aus der Geschichte wird kurz auf das Spitzelwesen in den letzten Jahrhunderten eingegangen, bevor es dann eingehend um den Nazi-Spitzel Othmar Toifl geht. Er war in den 20er Jahren für die NSDAP in Berlin tätig und wurde 1934 beim sogenannten “Röhm-Putsch” von seinen Gesinnungsgenossen ermordet – vermutlich weil er zuviel wußte.

Download hier.

gpd