Zur Kulturgeschichte des Spitzels

Anhand von Beispielen aus der Geschichte wird kurz auf das Spitzelwesen in den letzten Jahrhunderten eingegangen, bevor es dann eingehend um den Nazi-Spitzel Othmar Toifl geht. Er war in den 20er Jahren für die NSDAP in Berlin tätig und wurde 1934 beim sogenannten “Röhm-Putsch” von seinen Gesinnungsgenossen ermordet – vermutlich weil er zuviel wußte.

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gpd

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1 Kommentar zu „Zur Kulturgeschichte des Spitzels“

  1. R. Orth sagt:

    Sehr geehrter Herr Flechtmann,

    ich wende mich an Sie mit der folgenden Bitte: Im Rahmen der Recherchen für meine Dissertation, die sich mit den Plänen für einen Staatsstreich im Büro des Stellvertreters des Reichskanzlers in den Jahren 1933/1934 befassen, interessiere ich mich sehr für die im Zuge des Röhm-Putsches begangenen Morde – denen mit Edgar Jung und Herbert von Bose auch die führenden Köpfe der von mir untersuchten Vorgänge zum Opfer fielen.

    Ihr sehr interessanter Artikel über die “Kulturgeschichte des Spitzels” hat mir einige aufschlussreiche Details zu der Person des ominösen Othmar Toifls geliefert, der am Rande in mein Forschungsgebiet fällt. Ich wollte Sie daher bitten mir zu gestatten zwei kurze Fragen an Sie zu stellen: Können Sie mir ggf. sagen, wo ich Archivmaterial zu Toifl einsehen kann? Mir sind bislang bekannt: seine Karteikarte in der NSDAP-Ortskartei (Bestand 3200) im BA Lichterfelde sowie die seine Person berührende Karteikorrespondenz ebenfalls im BA Lichterfelde.
    Ferner legt eine Formulierung auf der drittletzten Seite Ihres Artikels nahe, dass Ihnen Photos zu Toifl (in Fähnrichs-Uniform) vorliegen. Falls dem so ist wollte ich fragen, ob es möglich wäre, diese einzusehen. Namentlich habe ich nämlich den Verdacht, dass Toifl vor seiner Ermordung an einigen der Morde des 30. Junis – zumal dem an dem Ministerialdirektor im Verkehrsministerium Erich Klausener – als Täter beteiligt war und würde daher sein Photo gerne mit den mir vorliegenden Täterbeschreibungen abgleichen.

    Mit bestem Dank für Ihre Zeit und Hilfe und mit besten Grüßen
    Rainer Orth

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