Archiv für die Kategorie „Ortenau“

Alle Hexenprozesse in der Ortenau ?

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Von den über 33000 erhaltenen Karteikarten zu Hexenprozessen in Mitteleuropa wurden jetzt alle für eine Region zusammengestellt und ausgewertet. Einzelheiten gehen aus der Einleitung hervor, eine zweite Datei enthält dann als Übersicht das sogenannte Hexen-Grundbuch der Region Ortenau/Mittelbaden.

Die Einleitung erschien im neuen Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelbaden “Die Ortenau”, die Übersicht soll als Quellenedition auf der Homepage des Vereins lesbar sein.

Es werden dabei über 1100 Karteikarten zusammengefasst, die als Originale in Posen im Archiv liegen.

Download Einleitung

Download Hexen-Grundbuch Ortenau

Kirlibaba 1940

Dienstag, 9. Februar 2010

Wer hat Erinnerungen an die Umsiedlung 1940 aus der Südbukowina oder Unterlagen dazu? Auch aus Mariensee und Ludwigsdorf (heute Cârlibaba) wurden die “Volksdeutschen”  zunächst nach Graz transportiert.

kirlibaba

Bei der Umsiedlung 1940 wurden viele der Volksdeutschen zunächst nach Österreich transportiert, danach in den Reichsgau Wartheland
(kurz: Warthegau). Von dort sollten einige im Januar 1943 nach Lothringen umgesiedelt werden. Sie waren zunächst im Schwarzwald in einem Lager bei Neusatzeck. Von dort wurden sie weitergeleitet. Wer weiß etwas darüber ?

Der Arzt, der kein Mörder war

Sonntag, 28. Juni 2009

Im Jahr 2000 erschien in Konstanz unter dem Titel “Die Blechschachtel” ein Sammelband mit Erzählungen. Die Titelgeschichte schilderte – angeblich authentisch – die Vorgänge in einer Hornberger Arztpraxis. Es soll sich bei den alten Filmen in einer vergrabenen Schachtel um Fotos von medizinischen Versuchen in Konzentrationslagern gehandelt haben.
In dem Aufsatz “Der Arzt, der kein Mörder war” wird 2006 (86. Jahresband von “Die Ortenau”) anhand von Archivalien nachgewiesen, dass es diese Versuche gar nicht gab und der beschuldigte ehemalige SS-Arzt in Wirklichkeit ein Beschützer der Häftlinge war.

Download hier

ortenau_2006

Goethe und Hansjakob in Dachau

Sonntag, 28. Juni 2009

Zu den stärksten Häftlingsgruppen im KZ Dachau zählten die Geistlichen. Nico Rost beschreibt in seinem frühen Erinnerungsband “Goethe in Dachau” die Kommunikation der Häftlinge und ihre Themen. Eines dieser Themen war das Werk des Schwarzwälder Heimatschriftstellers Heinrich Hansjakob. Besonders prädestiniert, dies vorzustellen, war ein Wissenschaftler aus Freiburg, der bereits durch einschlägige Veröffentlichungen hervorgetreten war.

Im Heinrich-Hansjakob-Brief 103 wurde im Jahr 2000 der Hintergrund dieser Vorgänge beschrieben.

Download hier

Ein früher SS-Mann in der Ortenau

Sonntag, 28. Juni 2009

Ein junger Offenburger machte sich 1933 älter, um vorzeitig der SS beitreten zu dürfen. Er war danach als Wachmann in Berliner Konzentrationslagern tätig. Durch einen der Gefangenen im “KZ Columbia” wurde er in seiner Berufswahl irritiert und sein weiterer Lebensweg erheblich beeinflusst. Er versuchte nämlich im April 1935, in Uniform mit Gefangenen aus dem KZ zu fliehen, was ihm auch gelang. Doch danach wurde er vom Leben im Exil so zermürbt, dass er sich 1936 freiwillig den deutschen Behörden stellte. Die Folge war ein Verfahren vor dem Volksgerichtshof, das mit einer Zuchthausstrafe endete und anschließender Internierung in einem Konzentrationslager. Er meldete sich dann freiwillig zum Aufbau des neuen KZ in Natzweiler/Elsaß. Dort wurde er 1944 entlassen und arbeitete nun bei der Organisation Todt in ganz Europa.
Gleich nach dem Krieg wurde er durch eine Denunziation erneut inhaftiert, dieses Mal von den Russen. Im Sommer 1945 hatte ihn ein mörderischer Kapo aus Natzweiler als “Helfer der SS im KZ Natzweiler” angezeigt. Dabei war das der Denunziant selbst:  Heinrich Lange genannt Bollmann war ein berüchtigter Handlanger der SS im KZ gewesen (bei Eugen Kogon als “Küchenkapo Pollmann” erwähnt), dafür wurde er in den 50er Jahren in Metz – in Abwesenheit -  zum Tode verurteilt.

Download hier.

titelseite

Die Liebe siegt in Offenburg

Sonntag, 28. Juni 2009

An einem Einzelschicksal aus dem mittleren Schwarzwald wird der Irrsinn der Rassenpolitik des “Dritten Reiches” gezeigt. Es traf ausgerechnet den angeblichen Gründer der Offenburger SS, der nicht frei seine Ehegattin wählen durfte.

Der Aufsatz erschien 2003 im Jahrbuch des Historischen Vereins Mittelbaden in Offenburg, Seite 83-86.

Download hier

ortenau_2003

Ein außergewöhnlicher Erfinder in Kriegs- und Friedenszeiten

Sonntag, 28. Juni 2009

Der Pfälzer Regisseur Harry Hasso lebte schon einige Jahre in Schweden, als er 1944 nach Deutschland zurückkehren musste. Er begab sich zum Wohnort seiner Eltern in Haslach/Kinzigtal und entfaltete seinen regen Erfindungsgeist. Zunächst wollte er dem Deutschen Reich die Wunderwaffe liefern, später die Landwirtschaft mit einer Rotorsense revolutionieren und danach einen Antrieb ohne Energieprobleme erschaffen.

Der Aufsatz erschien 2001 im Jahrbuch des Historischen Vereins Mittelbaden in Offenburg (Seite 545-598).

Hier geht’s zur wundersamen Geschichte des Erfinders.

Hier sind Übersichten der frühen Filme um 1930 und bis 1958.

 

Zur Biographie des SS-Führers Friedrich Jeckeln

Sonntag, 28. Juni 2009

1996 erschien im Jahrbuch des Historischen Vereins Mittelbaden in Offenburg der Aufsatz über das Leben des SS-Führers Friedrich Jeckeln. Er stammte aus Hornberg im Schwarzwald und war lange Zeit der höchste SS-Führer im Baltikum.

Verwendet wurden Quellen vor allem aus dem Bundesarchiv Berlin.

Download hier

ortenau_1996

Über die SD-Berichte aus Baden und dem Elsaß

Sonntag, 28. Juni 2009

Aus Anlaß des 50-jährigen Kriegsende erschien 1995 im Jahrbuch des Historischen Vereins Mittelbaden der Aufsatz über die SD-Berichte aus den SD-Außenstellen zunächst in Baden, später auch aus dem Elsaß, sowie über das Schicksal des SD-Abschnitts Baden-Elsaß 1944/1945.

Die Dienststelle wurde wegen der US-Invasion im November 1944 überstürzt aus Straßburg in ein Hotel am Fuß eines idyllischen Wasserfalls im nördlichen Schwarzwald verlegt. Im Anhang sind einige Berichte dokumentiert.

Über die Entstehungsweise der Berichte

Das “Haus an der Stirn”

Sonntag, 28. Juni 2009

1992 erschien in dem Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelbaden in Offenburg der Aufsatz “Das Haus an der Stirn”, Familie Eisner in Gengenbach (72. Jahresband 1992, Seite 303-339).

Er behandelt das Schicksal der Familie des in München ermordeten ersten Ministerpräsidenten der Bayerischen Republik. Die zweite Ehefrau und die beiden Töchter lebten zunächst im Schwarzwald und mussten 1933 Deutschland verlassen. Die Ereignisse werden eingehend dargestellt, vor allem beruhend auf dem Nachlass Eisner im damaligen Parteiarchiv der SED.

Download des Beitrags im Jahrbuch hier.